Ein Rückblick auf eine längere Reise ist sehr interessant. Wie sehr unterscheidet sich teilweise doch das tatsächliche Reiseerlebnis von der Planung. Vieles wurde spontan gesehen und erlebt, von dem man bei der Planung eigentlich noch gar nichts wusste. Und manche persönlichen Eigenschaften und Leidenschaften treten viel intensiver zu Tage als eigentlich erwartet.
Rückblickend auf meine Asienreise stelle ich fest, dass zwei Themen sich durch den gesamten Trip ziehen: Die Neugierde auf neue, kulinarische Eindrücke und die Eisenbahn.
Kulinarische Entdeckungen
Kulinarische Entdeckungen
Was das Kulinarische betrifft ging es dabei weniger um raffinierte Kochkünste von Haubenköchen sondern mehr um den individuellen Geschmack der verschiedenen Regionen in einfachen Straßenküchen und Restaurants.
Besonders interessant war, dass in tausenden Kilometern Entfernung manche Gerichte in leichter Abwandlung plötzlich wieder auf dem Teller auftauchten. So geschehen zB. mit den gefüllten Teigtaschen, die in Burjatien (Region am Baikalsee im russischen Sibirien) Posy heißen, in der Mongolei bei meinem Besuch vor zwei Jahren als Buuds verkauft wurden und in China in leicht abgewandelter Form als Baozi (ich hoffe, die Schreibweise ist so korrekt) wieder auftauchten. Und in Vietnam, Kambodscha und Thailand werden sie, wieder in etwas anderer Form, auch gelegentlich als Snack angeboten.
Besonders interessant war, dass in tausenden Kilometern Entfernung manche Gerichte in leichter Abwandlung plötzlich wieder auf dem Teller auftauchten. So geschehen zB. mit den gefüllten Teigtaschen, die in Burjatien (Region am Baikalsee im russischen Sibirien) Posy heißen, in der Mongolei bei meinem Besuch vor zwei Jahren als Buuds verkauft wurden und in China in leicht abgewandelter Form als Baozi (ich hoffe, die Schreibweise ist so korrekt) wieder auftauchten. Und in Vietnam, Kambodscha und Thailand werden sie, wieder in etwas anderer Form, auch gelegentlich als Snack angeboten.
Die Nudel zieht sich auch durch ganz Südostasien sowie Russland und Japan. Ob Hartweizen-, Eier oder Reisnudeln - es gibt dann jede Menge Möglichkeiten, um sie weiterzuverarbeiten.
In Vietnam habe ich meine Liebe zur Suppe wieder entdeckt. Die aromatische Pho hat es mir angetan. Kaum ein Tag verging, an dem ich nicht an einem der Straßenständen meiner Suppenlust frönte.
Erste Entzugserscheinungen bemerkte ich dann bei der Weiterreise nach Kambodscha.
Die Frage ist, ob der Entzug nur wegen der fehlenden Suppe einsetzte - oder doch etwa, weil ab Saigon das Zugfahren fürs Erste zu Ende war. Über 27.000 Kilometer war ich von Österreich bis in den Süden von Vietnam unterwegs. Gezählt sind hier nur die Eisenbahn-Kilometer, die zurückgelegten Strecken mit Bus, Schiff und anderen Verkehrsmitteln sind nicht mitgerechnet.
Einziges Bahn-Highlight, das auf mich in Kambodscha wartete, war der Bamboo-Train auf den Gleisen der ehemaligen königlichen Eisenbahn.
Auf der Reise von Österreich nach Bangkok gab es einige Eisenbahn-Abenteuer zu entdecken. Von sehr langsamen Fahrten mit der Transsibirischen Eisenbahn bis hin zum 350 km/h Hochgeschwindigkeitsexpress in China war alles dabei.
Besonders schön ist es, wenn man Essen und Bahnfahren verbinden kann. Das geht im Speisewagen oder auch, indem man mit dem Zug quer über den Markt fährt.
Besonders schön ist es, wenn man Essen und Bahnfahren verbinden kann. Das geht im Speisewagen oder auch, indem man mit dem Zug quer über den Markt fährt.
Auf meinem YouTube Kanal gibt es mehr Reise- und Eisenbahn-Videos. Dank Windows Live Movie Maker, den ich im Laufe meiner Reise auf meinem Laptop entdeckt habe, hat auch der einfache Videoschnitt in meine Filme Einzug gehalten. ;-)
Und wie geht's weiter?
Nach meiner Langzeitreise bleiben mir sowohl das Essen als auch die Eisenbahn im Alltag erhalten. In meiner Küche haben Gaskocher und Wok nun einen fixen Platz. Auch die ersten asiatischen Kochexperimente sind vielversprechend über die Bühne gegangen. Mehrere Freiwillige haben ihre Bereitschaft zu kulinarischen Tests angekündigt.
Auch das Bahnfahren bleibt mir erhalten. Wenn möglich möchte ich mir in naher Zukunft kein Auto mehr kaufen. Mal sehen, wie sehr mich das "Abenteuer Bahnfahren" in Mitteleuropa zu neuen Beiträgen inspiriert.


4 Kommentare:
In den Genuss con echten mongolischen Buuds bin ich auch schon gekommen, nämlich vor etwa drei Jahren als wir dieses tolle Land besuchten. Mir schmeckten sie eigentlich ganz gut, in der Mongolei wurden sie meistens frittiert - sofern genug Öl vorhanden war. Je fetter desto besser! Einmal wurde das Fleisch aber nur geschnitten und alle Flachsen und Sehnen wurden mitgekocht, das war einfach nur ..., ein anderes Mal gab es die Buuds mit faschiertem Fleisch und das war richtig gut.
lg kathrin
@Kathrin: Ich merke schon, ich war viel zu kurz in der Mongolei. Ich habe die Buuds dort auch geliebt - vor allem wenn sie frittiert waren. Deine Erfahrungen kann ich nur bestätigen, dass diese Speise nichts für fettempfindliche Menschen ist ;-)
Wahnsinn, wie der Zug hier fast über die ausgelegten Waren fährt. Ein sehr ungewöhnliches Bild.
Schön, wenn von den Reisen etwas zurückbleibt im Alltag. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Leute bei dir gerne zum kulinarischen Testen vorbeikommen - zu erzählen hast du ja auch jede Menge spannende Sachen!
Muss schwer sein, wieder in den Alltag hineinzufinden.
Liebe Grüße, Margit
@Margit: Mich faszinieren die Bilder vom Markt auch immer wieder. Die muss ich dann natürlich auch meinen "Testpersonen" zeigen - die allesamt gerne für weitere Experimente wieder kommen würden.
Es dauert tatsächlich länger als gedacht, wieder in einen bestimmten Rhythmus zu kommen. Aber das wird schon wieder. :-)
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