Arche Noah Pflanzenmarkt

Bestimmt eine interessante Möglichkeit, um an Bio-Jungpflanzen zu kommen, ist der 1. ARCHE NOAH Pflanzenmarkt im Botanischen Garten der Universität Salzburg, Hellbrunnerstraße 34. Der Pflanzenmarkt findet am Samstag, dem 9. Mai 2009 von 10-16 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.
Es wird ein breites Sortiment an Bio-Gemüsejungpflanzen angeboten:
Paradeiser, Paprika, Chilis, Kürbisse, Salate, Sellerie, Mangold, Melonen und Gurken, seltene und vergessene Gemüse wie Physalis, Malabarspinat und Knollenziest. Dazu gibt es laut Einladung ein kleines, feines Sortiment an einjährigen Kräutern, Büchern und ARCHE NOAH Bio-Saatgut.
Der Verein ARCHE NOAH hat sich zur Aufgabe gemacht, alte Sorten zu erhalten. Seine Mitglieder sind dabei tatkräftig beteiligt. Mehr dazu gibt es im Internet unter http://www.arche-noah.at/ zu lesen.
Außerdem habe ich im Internet zwei sehr nette Sachen ebenfalls zum Thema Erhaltung von Pflanzen bzw. gegen Hybrid-Samen und genmanipuliertes Saatgut gefunden. Einmal unter dem Projektnamen TomARTen in der Schweiz und in einem Blog mit vielen guten Nachrichten (wie schön) gibt es über eine freche Aktion gegen Gen-Mais zu lesen. Da überlege ich bereits, ob der Maisanbau auch am Balkon funktioniert? Wer weiß was?

Die Hängenden Gärten von Salzburg

Ich bin sehr froh, dass ich zwei Balkone mein Eigen nennen kann. So hatte ich bisher einen "Wohn-Balkon" und einen "Hängematten-Balkon". Ich hatte - denn die "gnädige Frau", meine Mitbewohnerin, hat die Hängematte nun ganzjährig in Beschlag genommen. Außerdem sind ihre schönen, schwarzen Haare - die trotz reichlicher Pflege immer wieder ausfallen - nur mehr schwer aus dem juteartigen Material zu entfernen. Darum wurde in den vergangenen Tagen der Balkon radikal zum "Garten-Balkon" umgebaut.

Die Idee kam mir, als ich vor einiger Zeit von "Square Foot Gardening" oder auch "Square Meter Gardening" las. Dabei werden auf einem Quadratmeter die unterschiedlichsten Sachen angebaut. Es gibt bestimmt auch noch andere Regeln, die mich aber für mein Projekt nicht weiter interessierten.

Ich wollte einmal den Versuch machen, Pflanzen aus dem Samen ziehen und nicht schon fertige Pflanzen zu kaufen, die man dann nur noch einsetzt. Außerdem war das nächste Kriterium Bio-Samen zu verwenden. Wenn mir die Frucht schmeckt, kann ich deren Samen im nächsten Jahr wieder einsetzen. Leider ist das Saatgut im Geschäft Hybrid-Saatgut, die ausgebildeten Samen in der Pflanze sind dann unfruchtbar. Die Früchte sehen zwar toll aus, der Geschmack bleibt aber auf der Strecke. Kennt Ihr das nicht, dass Gemüse früher einen viel intensiveren Geschmack hatte? Bio-Samen habe ich von meiner Mutter und über den Verein Arche Noah beim Biohof Lassnig-Oberbichl in St. Martin an der Raab bekommen.

Ach ja - und das wichtigste: Die Früchte möchte ich auf meinem Balkon im 5. Stock pflanzen. Schließlich habe ich sonst keine "Anbauflächen" zur Verfügung. Aber das ist andererseits gerade das Spannende: Was ist auf so einer kleinen Fläche möglich? Was wächst? Wie schnell stoße ich an die Grenzen des Machbaren?

Derzeit sieht die Lage noch gut aus: Mit einigen guten Tipps von Verwandten, Bekannten und Freunden sind die ersten Pflanzen schon recht kräftig. Ich habe Cocktail-Tomaten, Zucchini, Chinesische Landgurken und Käferbohnen (eh klar, als gebürtiger Steirer) in Anzucht-Töpfchen gesetzt, sie sind schon weit fortgeschritten. Der Paprika (Sorte Neusiedler Ideal) will leider überhaupt nicht wachsen. In meiner "Verzweiflung" habe ich das gesamte Saatgut in das Anzucht-Töpfchen geschüttet. Aus etwa 25 Samenkörnern ist nun ein kleines Pflänzchen aufgegangen - ich bin mir noch nicht sicher, ob es eine Paprika-Pflanze oder Unkraut ist.

Dafür gibt es auch weitere Erfolgsmeldungen: Die Gartenkresse kann schon geerntet werden. Der Salat (im Bild links vorne) schaut auch schon ganz zart aus der Erde. Der Lollo-Rosso ist noch gar nicht zu sehen.

Die Käferbohnen scheinen sehr unkompliziert zu sein - sie haben bereits ihr eigenes "Kisterl" an der Wand bekommen und können sich dann am Spalier bis aufs Dach "hocharbeiten". Derzeit versuchen sie aber noch auf eigenen "Beinen" zu stehen - wenn sie so weiterwachsen, wird das in wenigen Tagen nicht mehr möglich sein.

Am vergangenen Wochenende (25. April 2009) wurde dann auch der "Acker" angelegt. Aus fünf Lebensmittel-Boxen mit jeweils 40 x 60 cm ist ein 120 x 120 cm großes Feld entstanden. Alle Kästen wurde mit Tomaten- und Gemüse-Erde gemischt mit Erde aus dem Garten gefüllt. Der eine oder andere Regenwurm wurde auch mit umgesiedelt. Natürlich darf am hauseigenen Acker auch der (ungeweihte) Palmbuschen nicht fehlen *fg*



Zucchini und Gurken wurden bereits in die linke, hintere Box ausgesetzt. Vorne rechts sind Ruccola und Radieschen angesäht, Steckzwiebel sind in in einem Teil der hinteren, rechten Box. Die restliche Fläche kann noch bepflanzt werden.

Damit sich keine Staunässe bilden kann, wurde Löcher in die Boxen gebohrt und als unterste Schicht kleine Steine eingelegt. Über eine Rinne kann die Staunässe abfließen.


Nun heißt es fleißig gießen, abwarten und hoffen, dass alles schön wächst. Das Risiko, dass noch ein paar Frost-Tage kommen, schätze ich eher gering ein. Außerdem ist die Lage am Balkon sehr geschützt.
Die Küchenkräuter am Balkon wurden bereits im Topf gekauft. Maggikraut, Thymian, Zitronen-Thymian und Lavendel sind bereits ausgesetzt. Beim Basilikum habe ich ebenfalls den Versuch des Selberziehens gemacht. Der Erfolg ist zwar sichtbar, aber nach einem Monat noch immer sehr klein :-(

Wie es mit den "Hängenden Gärten" weitergeht, darüber halte ich Euch am Laufenden! Wer hat noch einen Balkon-Garten? Was sind Eure Erfahrungen? Was funktioniert und was nicht?

Virtuelle, reale Nachbarschaften

Vor zwei Tagen ging Rochus mit Hund "Otello" gassi. Sie wohnen schräg gegenüber und gerade marschieren Sie in der Straße vor meinem Haus vorbei. Ich nutze die Gelegenheit und rufe vom fünften Stock ein fröhliches "Hallo" hinunter. Da fällt mir ein, Rochus hat mich vor einiger Zeit über ein Kunstprojekt informiert, das über "Twoday" präsentiert wird. Damals konnte ich mit diesem Begriff nichts anfangen - heute weiß ich, dass man auch über "Twoday" bloggen kann.
Vernetzung ist doch eines der Erfolge von Blogs. Das "Hallo" vom Balkon ist da aber eindeutig zu wenig. Ich muss mal meinen Bekanntenkreis nach Blogs durchforsten. Schon bald habe ich nicht nur Rochus sondern auch einige andere bekannte Gesichter auch im Internet gefunden:
Die Blogs werde ich dann gleich mal in die Blogroll stellen. Bestimmt schreiben noch mehr Freunde regelmäßig in einem Blog. Aber in den Weiten des Netzes habe ich nicht alle gefunden. Ich freu mich auf Deinen Kommentar mit Deinem Link - wozu sind schließlich Freunde da... ;-)

Web 2.0 für Anfänger...

Ich habe diesen Blog unter anderem gestartet, um damit einen Teil der Möglichkeiten des Themas Web 2.0 einmal auszuloten und dann meine Erfahrungen auch weiterzugeben. Was steckt dahinter? Was ist möglich - mit welchem Aufwand und Ergebnis? Werde ich den einen oder anderen Leser auf meine Seite locken oder ist es den Internet-Nutzern schnuppe, was ich der weiten Welt mitteilen möchte? Und dann die Frage: Interessieren Sachthemen oder der Blick ins Privatleben, vielleicht bis in den intimsten Winkel?

Nun - ich werde in diesem Blog alles ausprobieren, solange ich Lust und Laune dazu habe ;-)

Der große Vorteil ist - ich kann meine Leserschaft von jedem Platz der Welt mit Internetanschluss auf dem Laufenden halten. Das habe ich schon mal eindrucksvoll mit meinem Reise-Tagebuch erfahren. Egal ob in Russland, der Mongolei oder in China - eine Verbindung ins Netz war überall möglich.
Die freie Wahl des Ortes, von dem man Arbeitet ist wohl eine der spannendsten Möglichkeiten unserer digitalen Welt. Sogar auf meinem Balkon ist eine Verbindung nach außen möglich. Nicht nur digital ins Internet, sondern auch real hinunter zur Straße, zu den Menschen und zur Umgebung. Ich denke es ist ein guter Platz für Netzwerke und auch um zu arbeiten und zu verweilen. Darum wurde dieser Blog auf den Namen "Balkonreport" getauft. Ich hoffe doch mal auf einen schönen, langen Sommer :-)

Virtuelle Reise-Verlängerung

Klar - ich wäre gerne noch länger gereist. War ich doch der Am-kürzest-reisendste unter meinen Backpacker-Bekanntschaften in der Mongolei bzw. in China.

Aber das Schöne ist, übers Internet kann man mit den lieben Bekannten weiter reisen - sofern man rechtzeitig um die Blog-Adresse gefragt hat.


Carolina ist gerade in Tibet bzw. Nepal - so genau kann ich das nicht sagen, da der Blog leider in Schwedisch verfasst ist. Wir hatten eine schöne Zeit in der Mongolei und auch in Peking. Es lohnt sich auf jeden Fall in ihrem Blog vorbeizuschauen, denn dort gibt es regelmäßig faszinierende Fotos aus Asien zu sehen!


Gustav ist auf Weltreise. Er fuhr gemeinsam mit Carolina von Schweden bis Peking - dann trennten sich ihre Wege. In fünf Monaten möchte er um die Welt reisen. Asien, Australien und Hawaii liegen schon lang hinter ihm. Er macht gerade Los Angeles unsicher.


Karen und David aus Großbritannien sind bereits 98 Tage auf Reisen! Wir lernten uns vor mehr als 2 1/2 Monaten in Ulaanbaatar in der Mongolei kennen, jetzt sind sie gerade in Thailand unterwegs.

Und ich? Ich sitze hier in Salzburg und hoffe darauf, dass sich die Wolkendecke wieder bald lichtet. Denn nur so kann man am Balkon die Abendsonne genießen, von fernen Ländern träumen und mit den anderen im Gedanken mit auf Reisen sein :-)

Jetzt geht's los!

Nun ja, der Titel ist nicht ganz richtig. Eigentlich ist es schon Mitte Januar losgegangen. Damals startete ich meine ersten Blog-Versuche als Tagebuch zu meiner Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn. Damals war ich etwas skeptisch, ob es unterwegs auch wirklich möglich ist, einen Web Log zu betreuen. Bereits in Moskau merkte ich, dass eine große "Fangemeinde" mit mir die 10.000 km von Salzburg nach Peking reist. Nun, die konnte ich nicht enttäuschen und so entstand ein interessantes Tagebuch für all jene die mit mir virtuell durch den Russischen Winter bis nach China mitgereist sind. Natürlich soll der mittlerweile abgeschlossene Blog auch eine Hilfe für jene sein, die in Zukunft die Transsibirische Eisenbahn einmal selbst erleben wollen und im Internet recherchieren.


Nun starte ich in die zweite Runde beim Thema Blog. Allerdings diesmal ohne Rucksack - dafür gemütlich mit dem Laptop auf meinem Balkon. Diesmal hat mich das Buch von Holm Friebe und Sascha Lobo Wir nennen es Arbeit neugierig gemacht. Im Kapitel "Kommunizierende Röhren" werden Blogs, Twitter & Co. im Detail vorgestellt. Wieder mal bin ich skeptisch: Sollte ich den Versuch wagen und einen regelmäßigen Blog starten? Wird meine "Ergüsse" überhaupt jemand lesen?

Wie Du siehst, habe ich mich bereits entschieden: Ich werde weiter bloggen - aber möchte meine Leser nicht langweilen. Mal sehen, ob und mit welchen Themen mir das gelingt. Auf jeden Fall wird es interessant werden, diese Kommunikationswege einmal auszuprobieren. Spannend, was damit (angeblich) alles möglich ist. Hier gibt's den ersten Selbst-Test ;-)

Im Gegensatz zum Reisetagebuch gibt es jetzt auch eine Kommentar-Funktion. Sollte sich also schon jemand in meinen Blog verirrt haben - ich freue mich auf die ersten Kommentare!